Das hier geht heute raus an alle Nordwestradio-Hörer. Nicht, dass Mark Eitzel (American Music Club) es nicht auch in andere Formate schaffen könnte und würde. Doch die spezielle, gut abgehangene Stimmung den lieben langen Tag über, die dem überregionalen Bremer Sender wie gute Etikette anhaftet, trägt wie ein Silbertablett dessen…
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Eene meene Mopel, Popel und ein paar Minuten lang immenses Mückengesummse. “Unter meinem Bett II” beginnt zugegeben einigermaßen angestrengt. Zumindest aus Perspektive des einen oder anderen Erwachsenen. Zum Glück geht es darum ja aber nicht (oder nur ein bisschen). Jedenfalls nicht vordergründig. Selbst wenn die großen Kinder sich über ein…
Wenn 2raumwohnung schon ihr neues Album präsentieren wollen, dann kann man einen Konzerttermin dazu schon mal auf den 24. Juni 2017 in den Mojo Club-Keller legen. Sechsunddreißig Grad und stetig heißer halt. Übrigens nach eigener Einschätzung das hauseigene “Last Christmas”. Nur halt diametral zur Jahreszeit. Aber wow, das ist schon…
Elf gute Gründe, die Guano Apes nicht zu mögen findet, wer sich die Zeit dazu borgt. Kannst du also machen, dann wird’s halt scheiße. Andere 11 bis 16 gute Gründe finden sich auf der Setlist eines Konzertes aus 2001 beim unvergessenen Bizarre-Festival im Rheinland. Guano Apes hochtourig, schon lange vor dem…
Ja, “Sharazan” klingt im Field Recordings-Versuch der ersten zehn Sekunden wellenförmig ein bisschen nach Frank Farians “Rivers Of Babylon”-Intro. Dann betreten gleichzeitig nacheinander “da Bambino” und “la Bambina” das Parkett. Ja, füreinander da. Ja, auch für immer. Ja, gerade beim Friseur gewesen, wieso? Ja, die Rehaugen sind echt. Wie kann…
Eine Überschrift, die exakt genau so lautet, wie das kommende Balbina-Album ab Mitte Februar? Ja. Weil “Fragen über Fragen” schon in den drei Worten (oder zwei) die Richtung ein bisschen vorgibt. Wer sich “Über das Grübeln” hinaus längere Zeit mit Stücken wie “Seife” oder der heraufziehenden “Regenwolke” umgibt, findet gefühlt…
Schmutzki. Sprecht das mal schnell aus. So richtig. Nach dem ersten Hektoliter Kaltschale und vor dem ersten bitteren Rückschwall. Kann dann nach “Schimanski” klingen, muss es aber nicht. “Sauflied”, also. Was habe ich eigentlich erbrochen, dass mich dieser Tote Hosen-Rip-Off interessieren könnte? Zunächst mal weil: Schmutzki machen das klasse. Nehmen sich,…
Der angegraute, würdevolle Kauz und seine prachtvolle Käuzin: The Handsome Family, also das Ehegespann Rennie und Brett Sparks, haben einen ganz besonderen, privaten Bezug zu Hamburg. Nicht zu viel verraten ist die Tatsache, dass die beiden modernistischen Country-Gesichter sich am 10. Februar im Knust (concert-news präsentiert) noch ein kleines bisschen…
So, Nerds. Die späte Genugtuung für Ken Laszlo (“Hey, Hey Guy”) lautet: Mittekill. Genauer tut sie das seit “Wasser oder Wodka”, also 2009. Inzwischen sind Mittekill aus Berlin bekanntlich so viel mehr als kurzer Slogan und NDW-Konformismus. Und aktuell auf “Die montierte Gesellschaft” darf nach Herzenslust in den Schubladen gewurschtelt…
Wer auch nur eine kleine Menge Restempathie für auslaufende Jazz-Kleckse auf flexiblen elektronischen Mustern übrig hat, ist schon längst bei GoGo Penguin aus Manchester gelandet. Spätestens auf vergangenen Überjazz- und Reeperbahn-Festivals. Doch da wäre noch tierischer Fun-Fact ganz weit am Rande des Geheges. Produzent Don Was höchstpersönlich soll dem Vernehmen…
Wer zu spät kommt oder so ähnlich. Bestes aktuelles von vielen guten Beispielen: Das Müssen alle mit-Festival 2016. Die Sonne steht am sehr frühen Nachmittag noch beinahe senkrecht am Himmel, da tun es ihr schon Parcels auf der brütend heißen Bühne im Stader Park gleich. Nebenan planschen Menschen im Wasser.…
Kennt ihr das, wenn der Eimer voll Gold am Ende des Regenbogens wartet? Immer dann blöd, wenn der Weg dorthin derart vereist ist, dass sich bunte Kristalle blutig in die Haut schneiden. Ungefähr so geschehen 1981 in “All Of My Heart” von ABC. Nur noch ein bisschen düsterer und nicht…
Und wo warst du so am 23. September 2016 nach 23 Uhr beim Reeperbahn Festival? Ok, ich habe Helgi Jonsson & Tina Dico auch verpasst. Angesichts der nachhaltig stichhaltigen Argumentation: “St. Pauli-Kirche, Alter, wie kannst du dir das entgehen lassen?” ein veritabler Fauxpas vor dem Herrn. Angesichts der tollen EP…
Man kann den Schweden Vita Bergen nicht viel vorwerfen. Schon gar nicht ihren seltsam guten Geschmack, den die insgesamt sieben Bandmitglieder an den Tag und Indie-Nacht legen. Warum seltsam? Weil längst nicht nur, aber ganz besonders, der “Disconnection”-Titeltrack vom (noch) aktuellen Album verdächtig nach Arcade Fire schmeckt. Und wiederum schwere…
Möglich, dass ihr dieses Thema hier nicht notwendigerweise erwartet habt. Lasst uns doch trotzdem mal über Chris de Burgh sprechen. Nur zur Hölle: Warum? Weil es ein Leben gab, lange Zeit vor der Schlampe in Rot. Ein sehr schönes sogar. Das endete allerdings spätestens mit “The Getaway” 1982, das gerade…
Natürlich liegt es auf der flachen Hand: Veranda Music gehören auf dem frei hängenden Wohnungs-Bonus erlebt. Vorzugsweise zum Frühstück, weil vollends unaufgeregt. Was aber viel zu offensichtlich scheint, ist dennoch nicht weniger wahr. Und selbst, wenn die, der Erinnerung nach, ein bisschen scheuen Hamburger schon im zweiten Lied Santa Claus…
Festival für wen? Na, gut. Die Nerven, Drangsal, Candelilla, Coma, die Leoniden sowie Der Ringer also. Wenn das mal keine frische Ware ist. Geografisch verteilt sich das künstlerische Einzugsgebiet via Stuttgart, München, Köln und Hamburg also über einen guten Teil der Republik. Euphorie, Noisey, Vice Magazin und Uebel & Gefährlich…
Gut, jetzt ist es eben doch passiert. Die Sleaford Mods sind als “Provinzprollpunks” geadelt worden. Und ich habe in den vergangenen Monaten nie so richtig gut hinbekommen, das britische Duo (wie leer, dürftig und verdorrt klingt das eigentlich im Gegensatz zu “Provinzprollpunks”?) auch nur halbwegs einzuordnen zwischen gar nicht gut,…