Neulich in Groningen beim Eurosonic Festival: “Tschö, ich geh‘ mal Christian Löffler schauen.” – “Warum, der ist doch eh‘ ständig in Hamburg?” – “Achso. Geh‘ ich halt Warhaus schauen.”
Neulich in Hamburg in der Redaktion: “Wollen wir nicht die Christian Löffler-Show präsentieren am 29. April im Uebel & Gefährlich? Du hast den doch bestimmt in Groningen gesehen.” – “…” – “Achso.”
Was wir eigentlich sagen wollen: Warhaus und Groningen waren zwar klasse. Das tolle Album “Mare” von Christian Löffler ist es aber erst recht. Und ich erspare euch gleich jeden wässerigen Vergleich. Löfflers Elektronika fahren derweil auf ruhigen Spuren durch den Zauberwald und breiten sich gleichwohl in regelmäßigen Augenblicken flächig aus. Mohnas Stimme bleibt dazu in jedem wenigen Moment von aller verdächtigen Drängelei befreit. Dein Auge sieht dazu möglicherweise knisternde Bilder, die nix mit Kaminfeuern auf DVDs zu tun haben. Und schon recht wenig mit Wasser. “Tanzen ja, aber mit einem Bein im Traum”, schreibt das Label zu alldem. Und irgendwas von Löfflers Ostseeheimat. Da kommt die Flut. (kel)