Manchmal ist ja einfach Zeit für scheinbar belanglosen Unsinn. Und doch ist es eine kleine, hübsche Überraschung, wenn einer wie Chris Norman plötzlich wieder mit Pete Spencer (immerhin zwei) Lieder schreibt. Dass “Nobody’s Fool” auf dem letztjährigen Album “There And Back” ein klitzekleines bisschen nach Chris Rea duftet, Streicher viel süßeren Puderzucker verstreuen, als einst auf dem zartbitteren “I’ll Meet You At Midnight” gefiel, passt zum milden Alterswerk.
Das seinerzeit in der endlichen Smokie-Geschichte högscht erfolgreiche Duo Norman/Spencer jedenfalls positioniert sich doppelt klar von Normans späteren Bohlen- und Tatortversuchen (“Midnight Woman”) und aalglatten Vergessbarkeiten. Sicherlich, “There And Back” zielt auf das Kaminfeuer, weiche Knie, alte Knochen (und den Flokati) mehr als auf die geballte Faust in der Tasche. Und doch bleibt dieses leicht zufriedene Gefühl, erstmals nach fast 30 Jahren wieder einen Hauch davon zu verspüren, wie es mit Smokie auch hätte weitergehen können. Dazu gehört wohl allerdings auch das Zugeständnis, zwischen Status Quo (“Whisky & Water”), Rea und maximalem Schnulzenalarm reichlich Variationen ausgeteilt zu bekommen. Unterhaltsam und kurzweilig ist das allemal. 16. März | Große Freiheit 36 (kel)