Sind Jimmy Eat World noch wichtig? Braucht man sie noch? Muss das noch sein? Man könnte sich diese Fragen stellen, schließlich war in der Vergangenheit nicht alles mehr so gut, wie es früher mal war. Sicher, schlechte Sachen haben die Emo-Giganten nie gemacht, aber die Zeit der Klassiker, die Zeiten von “Clarity” und “Bleed American” liegen nun schon ein paar Jahre zurück. Da muss man sich schon fragen: Sind Jimmy Eat World noch wichtig? Die Antwort:
Ja. Ja! JA! Jetzt gibt es “Integrity Blues”, das neue Album. Und dieses neue Album ist ganz schön super geworden. Mit und ohne Fanbrille. Das Ding gehört in den Schrank, das Ding gehört auf die Bühne. Am 15. November spielen Jimmy Eat World in der Großen Freiheit 36. Präsentiert von: uns.
Elf Songs gibt es auf dem ersten Album seit drei Jahren. Und auf diesem präsentieren Jimmy Eat World sich außergewöhnlich spielfreudig, vielfältig, leidenschaftlich, toll. Das geht direkt mit dem Opener “You With Me” los, der in feinster “Clarity”-Manier sanft beginnt und dann wächst und wächst und wächst. Um in anschließenden “Sure And Certain” mündet, der so auch auf ein Album wie “Futures” gepasst hätte. Und doch nur nach 2016 klingt. Was hier übrigens als reines Kompliment gemeint ist, denn 2016 gefallen Jimmy Eat World ganz außerordentlich.
Denn ob es nun das sanfte “It Matters” oder das düster-epochale und dabei ganz schön laute”Pass The Baby” ist, das poppige “You Are Free”, das euphorische “Through” oder das wuchtige “Get Right“, ob es irgendein Song ist, Jimmy Eat World zeigen sich von ihrer besten Seite, da gibt’s keinen Ausfall, da ist jeder Song toll. Und: wichtig. (mf)
