Man könnte ja mal nach Bremen. Muss man wahrscheinlich sogar. Denn am 5. und 6. Juni findet hier das Fair-Weather-Fest statt. In mehreren Clubs gibt’s Punk, Hardcore, Indie und mehr – und wer ans Booze Cruise denkt, denkt nicht ganz falsch. Between Bodies sind am Start, die Kölner Post-Hardcore-Helden City Light Thief (die alleine eine Reise nach Bremen wert wären) und Chartreux, Skirt, Abramowicz, Still Talk, Jule, Jared Hart und auch Pabst sind dabei. Und: Brockhoff. Stark!
Brockhoff feiert in Bremen direkt ihren nächsten Release. Dennnach der Debüt-EP “Sharks” sowie der “I’ve Stopped Getting Chills For A While Now“-EP erscheint an genau diesem 5. Juni ihr Debütalbum “Easy Peeler“. Und die wird sicher ganz schön sehr gut. Was wir kennen ist es bereits. Nach dem Titeltrack oder auch „The Carpet Song“ , hat sie vor ein paar Tagen mit “Sunny Day (Deadline)” einen weiteren Song vorab rausgehauen. Über diesen sagt die Sängerin:
„Das ist der letzte Song, den ich für das Album fertig geschrieben habe. Wir haben ihn zusammen mit der Band zur gleichen Zeit aufgenommen wie alle anderen Songs des Albums, aber es war der einzige, für den ich noch keinen Text geschrieben hatte. Normalerweise schreibe ich alle Melodien gleichzeitig mit dem Text oder zumindest mit den Grundzügen davon – das alles passiert parallel. Das hat mich während des gesamten Prozesses, das Album fertigzustellen, mit einer drohenden Deadline zunehmend gestresst. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich unter dem Druck von Deadlines kreativ nicht gut arbeiten kann, und zu dieser Zeit hatte ich das Gefühl, nichts zu haben, worüber ich schreiben könnte. Dann beschloss ich, den Song genau über diese Schwierigkeiten zu schreiben. Am Ende wurde es ein Song über das Songwriting selbst und darüber, was es für mich bedeutet. Für mich handelt der Song vom Aufschieben und gleichzeitig vom Vertrauen darauf, dass das Aufschreiben von Dingen, das Führen eines Tagebuchs und das Schreiben von Songs mir immer zeigt, wie ich wirklich über etwas denke. Mir wurde klar, dass Songwriting immer etwas ist, das ich für mich selbst tun werde; es ist immer eine Erfahrung, die den Horizont erweitert. Es kann beunruhigend oder tröstlich sein, aber so oder so ist es am Ende irgendwie heilsam.“
