“Es ist ein Trip, der zehn Tracks umfasst, ein Abstecher in eine Welt aus grandiosen Kontrabässen, Geigen, Synthesizern, gepaart mit Geschichten über Verluste, über Drogenmissbrauch, über Freundschaften und Lektionen, die ich gelernt habe.” Das sagt Nosizwe über ihr neues Album. Und erwähnt damit nur einen Teil von dem, was auf “In Fragments” passiert.
“In Fragments” ist nämlich ein beeindruckend beeindruckendes Album geworden, ein Album voller Pop und Soul und ein bisschen mehr. Bei “Breathe” experimentiert sie mit Rene Mclean, Naima Mclean und Guilty Simpson mit Rap, auch bei “Nordic Lights” mischen sich neben markante Synthies gekonnte Sprechgesänge. “The Best Drug” kommt funky-elektronisch, “Can´t Keep A Good Woman Down” mit Kinny ganz schön kräftig und durchaus aggressiv, “Hey Ya” und “So Gone” (hier läuft das Video) dagegen trotz teils intensiver Sounds sanft und verträumt – so würde vielleicht eine Sade klingen, wenn sie so alt wie Nosizwe wäre.
Nosizwe wurde vor 32 Jahren in Norwegen als Tochter südafrikanischer Eltern geboren, zog später in die Heimat ihrer Eltern und hat mit “In Fragments” nun ihr erstes, ihr in Norwegen aufgenommenes Album am Start. Ein spannendes, interessantes, intensives Album. “Fragmentarisch erzählt die LP davon, wer ich bin, woher ich komme und was mich geprägt hat – denn letztlich ist das alles, was das Leben für uns bereithält: Fragmente, Ausschnitte. Bilder, Erinnerungen, Gefühle, die Teil eines Ganzen sind.”
