Jacques Palminger sät Lügenkresse. Hinter dem hauseigenen 440 Hertz Trio, dieser kongenial stark abgehangenen Jazz-Begleitung, stecken jetzt schon gleich fünf Freunde. Wo soll das alles hinführen? Zunächst einmal zu “Spanky und seine Freunde”, einem Möter im Niemandsland zwischen Zwist und gerissenem Gummitwist.
Der Form halber: Das 440 Hz Trio bedeutet in Persona Richard von der Schulenburg (Klavier), Raphael Burgess (Bass), Olve Strelow (Schlagzeug), Lydia Schmidt (Gesang) und Jan Heinemann (Vibraphon). Klasse Besetzung, maximal lässige Jazzigkeit in den Arrangements und ein Erzähler (Palminger), der wie eine knorrende Rinde in den Böen des Lebens die Richtungen weist. Ob halber Weg zwischen Peter Pan und Tragödie, ob Irrsinn oder Glaube. Wer am 16. November in der Fabrik das 440 Hertz Trio samt seinem Verstandsvorsitzenden Jacques Palminger besucht, bereitet sich bitte auf “Spanky und seine Freunde”-Album-Darbietungen vor, die eben wie im ganz normalen Leben von “Der Pinguin, das Handy und der Jazz” handeln, “Jazzgesichter” porträtieren, das Bein über Spanky heben und mit der gesamten Welt zum finalen Cocktail ins nächste Abklingbecken tauchen mögen. (kel)
