Als Kind schon hatte Charley Bradley den Soul im Herzen und den Funk im Blut, als er zuhause den Gesangsstil und die Bühnenmoves von James Brown imitierte. Bis er schließlich seine erste eigene Single veröffentlichte, dauerte es dann bis er über 50 war. Der Weg dorthin führte durch eine Jugend in Armut und durch einige Jahre als Vagabund auf den Highways und Railways kreuz und quer durch die USA und Kanada. Verschiedene Bands, verschiedene Jobs, alles nichts ernstes, immer die Füße auf dem Boden und den Kopf nur eine Matratzenhöhe über’m Dreck.
Wer weiß, ob Charley Bradley heute so klingen würde wie er klingt, hätte er ein geordnetes, einfaches Leben gehabt. Er hat diese seltene Energie, Melancholie und sanfte Rauheit in seinem Gesang, was ihm den Spitznamen “The Screaming Eagle Of Soul” eingebracht hat. Das ist fast so cool wie “Godfather Of Soul”. 2002 war es, als er bei einer Show – mittlerweile wieder sesshaft im heimischen Brooklyn – von einem Recordlabel-Vertreter entdeckt wurde.
Seitdem hat er drei Alben veröffentlicht, sein letztes Werk “Changes” im Frühjahr diesen Jahres. Seine Solokarriere hat ihn schon rund um die Welt geführt, auf große Festivals und durch kleine Clubs. Auch in Hamburgtown hat er schon Station gemacht. Am 17. November kommt Charley Bradley wieder, als “Charles Bradley & His Extraordinaires”, in die Fabrik. Wir freuen uns enorm, euch diesen Ausnahmesänger zu präsentieren. (df)
