Elf Jahre ist es her, seit dem die Jungs von Wolfmother mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum die Rockwelt gehörig auf den Kopf gestellt haben. Selten zuvor wurde der Sound von Deep Purple, Black Sabbath und Co. so sehr vom Staub befreit, dass er auch die coolen Kids der Gegenwart in den Moshpit zu locken wusste. Was folgte, waren maximal erfolgreiche Touren, aber auch der bestenfalls mittelmäßige Nachfolger “Cosmig Egg” – und Geschichten, die sich weniger um Musik, sondern vielmehr um die exzentrische Ader des Frontmanns Andrew Stockdale gedreht haben. Personalwechsel gehörten zum Usus im Wolfmother-Kosmos.
Beinahe wäre die Band gänzlich in der Versenkung verschwunden, hat sich doch um ihr drittes Album “New Crown” so gut wie niemand geschert. Zu konfus und zerrüttelt war das Bandgefüge, um noch so straighte Musik wie anno 2005 zu produzieren. Auch über Stockdales Solo-Album hüllt man lieber den Mantel des Schweigens. Doch nun schreiben wir das Jahr 2016 und Wolfmother melden sich fit und agil mit ihrem Album “Victorious” zurück. Stockdales Allüren scheinen gezähmt und die Band ist, hoffentlich mal in stringenter Besetzung, bereit für neue Schandtaten. Am 01. Mai kann man sich überzeugen, ob sie immer noch so knallen wie anno 2005. Dort spielen sie nämlich in der Großen Freiheit 36 auf. Wir freuen uns drauf! (dar)
