Yo. In einer Zeit der Jacks hier und Johnso(h)ns da steht plötzlich am Horizont das Zurück leuchtend mitten in der Zukunft. “Fast Forward” von Joe Jackson setzt sich aus vier kleinen Kapiteln zusammen. Oder soll man sagen “Kapitolen”, die Jackson auf seinem holprigen Lebensweg Berg- und Talwärts zur Seite standen? New York, Amsterdam, Berlin und New Orleans als Austragungsorte mögen dabei jetzt nicht auf den allerersten Blick Originalität versprühen. Doch Joe Jackson wäre eben nicht Joe Jackson, wären da nicht auch ein paar Blicke in Hinterzimmer und auf andere Wetterlagen. Oder die Adaption eines Peter Kreuder (“Goodbye Johnny”), der danebst auch für eine seltsam berührende Ähnlichkeit mit Jackson verantwortlich zeichnet.
Kleines Schmankerl für Fans am Rande: Der Künstler begleitet sich als seine eigene Vorgruppe am Piano selbst. Wer in diesem Zusammenhang nicht feuchte Augen bekommt. Und wer darüber hinaus die unwahrscheinliche Utopie lebt, eine ähnlich sagenhaft berührende “Steppin‘ out”-Live-Version wie seinerzeit am Ende des legendären Doppelalbums “1980/1986” zu erleben, hat sowieso keine Träume mehr. 15. März | Fabrik. Ab heute gibt’s Tickets. (kel)
