Alle mögen sich selbst. Alle mögen das Meer. Und deshalb sollten auch alle Egokind & Ozean mögen. Die beiden Berliner Künstler haben mit “Transition” ihr erstes gemeinsam Album herausgebracht – und geben uns damit allen Grund, sie mit Sympathie zu überschütten.
Sowohl Egokind als auch Ozean haben sich in der Vergangenheit mit Solo-Arbeiten und DJ-Sets einen Namen gemacht. Aber nichts schien dabei so rund, wie es jetzt “Transition” tut. Electronica am Puls der Zeit könnte als Untertitel des Albums herhalten. Das klingt mal melodisch, poppig und fröhlich wie in der House-Nummer “Silverbird Wake Me Up” , mal entspannt und smooth wie bei “Mega” oder den Ambient-Stücken “Eclipse” und “Euphoria”. Und auch die Tanzflächenfüller sind nicht vergessen worden: “Everybody Dance Now” macht sich mit Bass-Frickel-Gewittern zur selbsterfüllenden Prophezeiung.
Über allen Tracks schweben sphärisch anmutenden Synthies, die übergreifende Soundästhetik hält das Album zusammen. Es wird sich nicht vor Klangexperimenten und gebrochenen Beats gescheut – sonst wäre hier wahrscheinlich nur der nächste Soundtrack für Mobilfunkwerbung entstanden. So aber ist “Transition” ein reifes, feines Album für den anspruchsvollen Musikkonsumenten geworden. Und für alle, die einfach gerne guten Electronica-Klängen lauschen.
Wer das Duo live erleben möchte: Am 10. Oktober spielen Egokind & Ozean im Rahmen der Lenien Tales Label Night im Uebel & Gefährlich. (mu)
