Die beiden Salzburger Tobias Rieser und Adrian Held stehen eigentlich eher nicht so auf elektronische Musik. Dennoch gehören die beiden zur Spitze der der europäischen Elektro-Produzenten und landeten mit “Sonnentanz” einen weltweiten Hit, der den Soundtrack des Sommers 2012 prägte. Sowohl das Original, als auch Remixes von u.A. Oliver Koletzki wummerten aus Boxen auf Festivals und Club-Floors weltweit.
Verspielte Sample-Anreihungen findet man auch auf dem Debüt-Album der beiden Österreicher wieder, welches seit Ende Juli in den Plattenläden steht und eindrucksvoll beweist, dass Klangkarussel kein One-Hit-Wonder sind. Neben dem sommerlichen, peppigen Sound a la “Sonnentanz” finden sich auf dem Longplayer auch tiefe, brodelnde Stücke wieder, die wunderbar vor sich hin grooven, jedoch nicht unbedingt für den Club geeignet sind. Auch der Titel-Track “Netzwerk (Falls Like Rain)”, welcher gleichzeitig auch als erste Album-Single released wurde, taucht in sphärische, progressive Soundästhetiken ab, die eher zu einer Gedankenreise einladen, als zu ekstatischem Tanz. Dieser eignet sich deutlich besser zu Tracks, wie z.B. “Celebrate”. Dieser macht mit einem temporeichen Beat und Text-Zeilen, wie “I just wanna celebrate” deutlich, worum es hierbei geht.
Mit ihrem Debüt-Album schaffen es Klangkarussel, einen schönen Bogen zu spannen, zwischen Club-Sound und Ambient-Elementen. Nach einer komplett ausverkauften Tour im Frühjahr kommen Klangkarussel, als Band-Besetzung, im November für sechs weitere Konzerte nach Deutschland. Im Rahmen dieser Tour werden sie auch am 10. November im Docks Halt machen und für ein kleines Sommer-Sonnen-Märchen im Winter sorgen. (hw)
