Die Geschichte ähnelt der vom durch die Decke gehenden Profifußballer. Eben noch in der Fankurve, gerade noch ein Ultra, jetzt schon mit högschter Disziplin verhaftet im Kader der Millionen. Digitalism geht es da wohl nicht viel anders, wenn sie plötzlich (allerdings nicht ganz so frisch direkt aus der Post-Pubertät heraus) in die erweiterte DJ Kicks-Auswahl berufen werden.
Und weil die Hamburger eben vielen Kollegen auf dem ganzen langen Weg bis hierhin Dankbarkeit zukommen lassen wollen, stecken neben den obligatorischen eigenen (natürlich unveröffentlichten) Tracks eine ganze Menge ausgesuchte Credits zwischen den Teilen. So wird Digitalism DJ Kicks zu einer Geschichte zwischen Alex Gopher und The Rapture, zu staunend die Hand vor den Mund halten und dem Blick auf ganz neue Ideen. Für die Momentaufnahme bleiben Synthie und Transzendenz, Glamourat und Tiefenrausch. Das klasse Intro natürlich auch. (kel)