Schon wieder? Aber sicher. Keine Diskussion, keine Gnade, keine Alternative in Sicht. Erst im März vergangenen Jahres hieß es hier “Album der Woche: Prong“. Und jetzt heißt es das schon wieder. Damals war es das Cover-Album, heute sind es 13 neue Brecher. Atemberaubend großartig mal wieder. Prong.
“X – No Absolutes” heißt das gute Stück und so oft man es sich auch anhört. Schlecht ist da nichts, schlecht wird da nichts. Ganz im Gegenteil, mit jedem Durchlauf entdeckt man Neue. Lieblings-Momente, Spielereien, unfassliche Grooves, Riffs, Melodien. Metal? Dann so.
Metal mit Hardcore vermischt nämlich, Metal mit dunkler Note, ein bisschen Industrial und auch mit Köpfchen. Und ganz, ganz, ganz viel Intensität und Leidenschaft. Prong bleiben sich auch auf ihrem zehnten Album treu und zimmern sich durch 13 nagelneue Kopfnick-Brecher.
Die gehen mal mächtig deftig nach vorne (“Sense Of Ease”, “In Spite Of Hindrances”), grooven mal im höllischen Midtempo (“Ultimate Authority”), drehen zwischendrin in fast schon entspannt-rockige (“Ice Runs Through My Veins”) und balladesk Sphären (“Do Nothing”) ab, um anschließend wieder kalt und trocken zu explodieren (“Soul Sickness”). So gut!
44 Minuten dauert dieser wahnsinnige Trip durch’s Prongiversum, jede einzelne ist ein Ereignis und jede einzelne ist außergewöhnlich gewöhnlich Prong. Bitte kaufen, lieben und dann kurzreisen. Am 6. April spielen sie in der Kieler Pumpe. (mf)
