“Universe“ (VÖ 24.1.) ist eines dieser Alben, die man sich jederzeit auf dem Kopfhörer-Wege zuführen kann, während man sich als Couchbeschwerer nützlich macht. Truckfighters, diese ausgebufften Fuzzrock-Stoner-Trickser, die schaffen es, so anspruchsvoll zu sein, dass das intensive Zuhören Spaß macht, jedoch ohne dabei in anstrengende Frickel-Orgien zu verfallen. So muss man sich auch in dieses vierte Studioalbum der Schweden nicht erst reinhören, es geht von Anfang an in den großen Zeh.
Dafür sorgt schon der Opener. “Mindcontrol” hat ordentlich Mitnickpotenzial und gibt einem im Vorbeimarschieren Highfive. Danach kümmert sich “The Chairman” dann erstmal um die spieltechnische Messlatte, bevor es gleich wieder entspannter wird. Man driftet nun einige Songs lang an heftigen Kyuss-Gitarrenwänden entlang, mal schneller, mal im Midtempo – bis zum großen Finale. Fast 14 Minuten dauert “Mastodont”, ein Song, der irgendwie das ganze Album nochmal in sich vereint und der wie ein ziemlich gelungener Jam daherkommt: Truckfighters geben ihrer großartigen Spielkreativität allen Raum, um sich zu entfalten, lassen den Song an und wieder abschwellen, wechseln die Intensität, wiederholen ein Riff so lange, bis es ein Eigenleben entwickelt (ganz wie die Vorbilder QUOTSA). Großartig.
“Universe” ist definitiv ein empfehlenswertes Werk und wir freuen uns auch schon, euch die Live-Version zu präsentieren: am 17. Februar hält der Tour-Truck vorm Uebel&Gefährlich. In diesem Zusammenhang ebenfalls empfehlenswert: Tickets besorgen! (ds)
