Wo haben die noch gleich die Masken her, woher die zittrigen Sounds, woher die latent verschleppte Attitüde? Orph sind gewissermaßen zunächst Meister in der Andeutung verdammt schöner Songs, gehen aber lieber den langen Weg nach Hause wo die unschlagbaren Melodien warten.
So bleibt auf dem schon im Mai erschienenen “Poems for Kui” nichts anderes übrig, als dieses klimpernde, zerhackstückte und irgendwie dann am Ende doch ganz feinzieselig klickerklackernde Ganze für sich selbst zu defragmentieren, dechiffrieren und goutieren. Orph “experimentieren mit Hörgewohnheiten” hört man jemanden, der es genauer wissen könnte, erzählen. Vielleicht ist es aber auch genau umgekehrt. 20. Dezember | Astra Stube (+ Four Colours). (kel)