Für das Visions Magazin sind Pulled Apart By Horses die legitimen Nachfolger von McLusky, The Blood Brothers und At The Drive-In. Die Music Week findet sie “Eine der besten Live-Bands, die wir dieses Jahr gesehen haben”. Der NME stellt schlicht fest ”Pferd-basierte Folter klang nie so sexyâ€. Und CONCERT NEWS fragt sich: Wird der Abriss des Esso-Quartiers eventuell auf den 29. Februar vorverlegt?
Da schmeißen die talentierten Wüstlinge aus Leeds (UK) nämlich im Molotow mit Schweiß und Lärm um sich. Dabei werden sie unterstützt von ihren zwar noch etwas unbekannteren aber mindestens genauso genialen – und brachialen – Landsmännern Turbowolf aus Bristol, die wir kürzlich schon mit dem Album der Woche ehrten.
Auch Pulled Apart By Horses haben eine brandneue Scheibe. Es ist die zweite ihrer Karriere und hält, was der Titel verspricht: “Tough Love” ist sowas von Programm. Der Eröffnungstrack stellt gleich klar, wo der Hammer hängt: Beat und Gitarre tänzeln wie ein Boxer, die Rechts-Links-Kombination kommt dann mit dem Refrain – V.E.N.O.M. Mehr braucht Thomas Hudsons nicht zu schreien. Der zweite Track “Wolf Hand” stellt dann klar, wo die Messlatte hängt: hoch. Und so nimmt die Zerreißprobe fürs Trommelfell ihren Lauf. Zumindest wenn man es richtig macht. Also laut. Die Gitarren sägen, die Stimmbänder stehts am Limit, die Drums peitschen den Gaul gnadenlos vorwärts. Nicht jeder einzelne Song ist großartig, aber das Album als Ganzes ist definitiv ein Kandidat, der in der Plattensammlung nie viel Staub ansetzen wird.
Fazit: Pulled Apart By Horses mit Turbowolf als Support sind ein verdammtes Powerpack. Da wird einem Angst und Bange ums gute alte Molotow. 29. Februar. Weisse bescheid, Schätzelein! (ds)