Rockabilly sollte in Rockabrian umbenannt werden. Denn Brian Setzer ist – wenn schon nicht der Schöpfer – dann zumindest der absolute Über-Godfather dieses Genres. Ist nichts Neues, aber am vergangenen Freitag hat er es in der nahezu vollen Gr. Freiheit 36 mal wieder in Perfektion bewiesen. Da standen wir knietief im ehrlichsten Rocknroll-Schweiß westlich des Urals und wollten ihn gar nicht mehr von der Bühne lassen.
Viel zu kurz war die Zugabe, aber schließlich musste die Meute ja auch schnell rausgekehrt werden, damit die Halle zeitnah durch die anschließende Schlagerparty geschändet werden konnte. Doch der Vibe, der entsteht, wenn Brian und seine Truppe mit Körper und Herz den Stray Cat Strut zelebrieren, sich eine Dreier-Kontrabass-Battle liefern, Johnny Cash anstimmen und bei all dem genauso viel Spaß haben wie das Heer aus Koteletten, Haartollen und Flame-Tattoos, dieser Vibe ist unvergesslich. Please Mister, Rock This Town again! (ds)