Peter Doherty spielte kürzlich im Rahmen seiner “The Battered Songbook”-Tour ein ausverkauftes Konzert im Mojo Club . Doherty ist bekannt für seine Liebe zur Hansestadt und nahm hier 2014 das Album “Hamburg Demonstrations” auf. In einem Hawaiihemd und natürlich seinem Hut spielte er gut 20 Songs, hauptsächlich chronologisch durch seine Karriere mit den Libertines, Babyshambles und solo. Er präsentierte Stücke wie “Down In Albion”, “What A Waster”, “Music When The Lights Go Out”, “Fuck Forever” und “Can’t Stand Me Now”. Zwischendurch plauderte er mit dem Publikum und erklärte die Entstehungsgeschichte und Bedeutung seiner Stücke. Das Publikum war begeistert und Doherty war ebenfalls in guter Stimmung und für Wünsche aus dem Publikum offen.
Der Libertines Sänger war das “Enfant Terrible” der Indie-Szene, der sich aber gefangen hat und nun seit längerer Zeit clean ist. Mit seinem Hang zu Fanta als Lieblingsgetränk machte er kein Hehl. Sein Konzert in Hamburg war intimer und offener als in der Vergangenheit, und er zeigte, dass er noch immer ein Phänomen ist und viele in den Bann zieht. Die dunklen Haare sind inzwischen ergraut, und ein paar gesunde Pfunde haben den früheren Heroin-Chic ersetzt, er ist und bleibt noch immer ein großartiger Künstler. Neben ein paar neuen Stücken spielte er auch einige alte, unvollendete Stücke, die er vor 25 Jahren mit Carl Barí¢t, seinem Libertines Counterpart, begonnen hatte. Nach etwa anderthalb Stunden weist ihn sein Roadie auf die Zeit hin und Doherty beschließt überraschend einen wunderbaren Abend mit viel Spaß und Anekdoten aus über zwei Jahrzehnten Indie Geschichte. Ein paar Impressionen findet ihr oben in der Galerie. (nps)