Es gibt so Platten und es gibt so Bands, die möchte man erstmal kacke finden. Am Ende feiert man sie und freut sich, sie live zu erleben. Aber erstmal? Ach nö. Das fängt beim Namen an – denn mal ehrlich, was kommt als nächstes? Das Tischbein? Die Haare? Der Löffel? Erstmal Die Sauna. Aha. Der erste Song, den man von ihnen hört, ist “Italien“. Und sofort wieder: ach nö. Dann doch lieber gleich Dagobert.
Irgendwann hört man dann “Wir leihen uns Freude aus” und alleine wegen des Videos ist jetzt alles anders. Der Song ist super, Postpunk meets NDW, Pop, Indie, Power. Ein Hit. Also “Hör’ dir mal ‘In die Nacht hinein’ von Die Sauna hören, das aktuelle Album, das erst im November letzten Jahres auf Buback erschien. Dieses starke Album mit starken Liedern wie “Hundeleben” und “Baden gehen” und mit diesen starken Texten. “Warum streicht mir niemand Schokolade auf mein Brot?” Zitat gaesteliste.de:
Doch, Moment! Denn was nach Klamauk klingt, klingt ganz anders. Klingt richtig stark, ist einfach aufregend, wunderschön und sehr, sehr spannend. Die Sauna, eine fünfköpfige Band aus Schliersee in Bayern, spielt sich auf ihrem zweiten Album durch Shoegaze, Postpunk, NDW und 80er Pop, erinnert an Messer wie an Dagobert oder gar Drangsal und macht doch ihr eigenes Ding. Ihr tolles Ding! Mal voller Melancholie, schwarzer Tiefe und bedrückenden Sounds, an anderen Stellen kurz vor euphorisch und fast schon gut gelaunt. Fast. Mal mit Humor, mal voller Poesie, immer, wirklich immer mit Stil und noch mehr Gefühl.
Das alles gibt es nun auch bald live, am 28. Januar spielt Die Sauna im Molotow. Oh ja.
