So ganz werde ich aus ihr nicht schlau. Aus Maxi Haug aka Shitney Beers, Sängerin und Songwriterin aus Mannheim und inzwischen beim Grand Hotel Van Cleef am Start. Feier ich sie jetzt oder nicht? Ich kann mich nicht entscheiden. Belastend. Ich tendiere aber gerade zum ja. Feiern. Denn gerade laufen hier einige Sachen von ihr. Lohnt sich. Die 2019er “Nemo Recordings” zum Beispiel. Drei Songs, schräg bis schön, genial betitelt: “I Don’t Like You” und “I Don’t Like Horses” und “I Don’t Like Singing”. I like it. Wobei: schön? Ich weiß nicht. Ich glaube nur.
Schon 2018 ist die “Eggwash“-EP erschienen, ein toller Song ist drauf (“Find A Way”) – und ein Buchstabe. “Y”. Mit Musik, mit Gesang, ja. Aber … siehe oben. Es gibt auch noch die “Welcome To Miami”-Platte, erschienen auf Zeitstrafe, bestehend aus, schreibt der Kollege, “durchaus heftigen Selbstfindungs- und -bestimmungs-Songs im ernsthaften Indie-Queen-Folksetting zusammenstellt”. Spannende Platte, sicher eine gute. Soweit, so unsicher. Doch dann kam Shitney Beers vor kurzem mit dem Lied “Pop Queen” um die Ecke. Was ein wunderschönes Lied, verdammt! Super-sweeter Indierock alter Breeders-Schule, ein Hit, ein großes Stück Musik.
Vor zwei Wochen dann schob sie “Long Distance” nach. Zurück zu wenig, aber mit einer ungeheuren Intensität. Ich musste an Heather Nova denken. Heather Nova, die Göttin. Denke ich also bei Heather Nova später an Shitney Beers? Was weiß ich denn. Nur, dass diese beiden Songs super sind. Besser als alles, was Shitney Beers bisher gemacht hat. Wird “This is Pop” also ihr bestes Album? Ich glaube schon. Es kommt am 9. Dezember.
Schon am 2. Dezember supportet sie Thees Uhlmann im ausverkauften Molotow, am 23. Februar 2023 spielt sie in der Molotow Skybar. Sollte man sehen. Weiß ich. (mf)
