Doppelpack. Und das verdient. Im November vergangenen Jahres kürten wie “Brood Star” von Boss Hog zum Album der Woche und dass, obwohl es sich nur um eine EP handelte. Hier geht’s zu Rezension. Jetzt schieben Cristina Martinez und Jon Spencer ein komplettes Album nach, nennen es “Brood X” – und wir feiern es schon wieder ab.
Denn so groß die Freude auch war, als sich Boss Hog 2016 und damit nach satten 16 Jahren mit neuen Songs zurück meldeten. Noch größer ist die Freude, dass es auch auf Album-Länge funktioniert. Denn Hänger? Ausfälle? Gibt es hier nicht.
Zehn Songs sind auf dem Album, zehn Songs zwischen düsterem Rock N Roll, Blues-Spielereien, Punk-Ausbrüchen und noisigem Lärm. Und manchmal auch alles auf einmal. “Ground Control” ist so ein Song, eine funkig-dreckige Midtempo-Nummer mit ganz viel Blues im Herzen. “Signal” groovt sich einmal trocken und schroff durch, wird aber durch abgefuckte Gitarren im Hintergrund massiv gepimpt und “Formula X”? Na ja, das klingt so:
Deutlich schneller kommen zum Beispiel “Billy” und zwischendurch auch das verkopft-soulige “Elevator”, vergleichsweise einfach, aber dabei wunderschön “Black Eyes” und dafür um so schleppender, anstrengender, dunkler “Sunday Routine”. Und “17”? Müssen wir nicht beschreiben, können wir nicht beschreiben. Muss man hören:
Und muss man besitzen. “Brood X” bekommt ihr zum Beispiel bei Finest Vinyl, dieses grandiose Album, dem hoffentlich auch bald eine Tour folgen wird. Und dann ein neues Album und noch ein neues und … (mf)
