Normalerweise läuft das ja anders: Eine tolle Serie nach der anderen wird gezeigt und ein überzeugender Soundtrack überragt den nächsten. Wie in “Die Brücke – Transit in den Tod”, wie in “Westworld”, wie in “True Detective” sowieso. Tinpan Orange aus Melbourne dagegen überragen mit ihrem Neo-Folk und der nicht weniger zauberhaft schönen Gemeinsamkeit, dass sowohl deren Frontfrau, als auch mein Promotion-Kontakt auf den verhuschten Vornamen Emily hören. Ja, sind wir denn im Märchenwald? Solche Korrelationen soll das echte Leben auch erstmal regelmäßig hinbekommen.
Indes: Tinpan Orange gehören noch zu keiner Serie, außer der eigenen. Die hat es dafür in sich, berücksichtigt man ihre Impulse, die sich auf Nancy Sinatra, Johnny Cash, Carole King, Father John Misty, Martha Wainright, Bonnie Prince Billy, Townes Van Zant, Ryan Adams oder Tallest Man On Earth (und viele mehr) berufen. Wem derweil nicht eh schon “Diary” oder “Here From Me” an versteckter Stelle Nummer Sieben und Acht auf dem Album zum Lieblingslied wird, der versucht sich am “Rich Man”-Video oder dem Konzert am 21. Februar in der Prinzenbar. (kel)
