Natürlich liegt es auf der flachen Hand: Veranda Music gehören auf dem frei hängenden Wohnungs-Bonus erlebt. Vorzugsweise zum Frühstück, weil vollends unaufgeregt. Was aber viel zu offensichtlich scheint, ist dennoch nicht weniger wahr. Und selbst, wenn die, der Erinnerung nach, ein bisschen scheuen Hamburger schon im zweiten Lied Santa Claus zitieren: “Secret Scenes” ist für den Spätsommer gemacht.
Schon die Klammer aus “Soul Bends” zu Beginn und dem finalen “Secret Scene” lässt Platz für Indie-Folkie-Lullepop der besseren Art. 2008 verführten Veranda Music als Kritikerlieblinge zu großen Vergleichen mit den Eels, mit einer großen Menge Lässigkeit und wer im fast wortgetreuen Titeltrack nicht nach Millisekunden “Hotel California” als langen Schatten spürt, dem ist sowieso nicht zu helfen. Wer wissen will, wie Veranda Music es sogar mal ins Werbe-Fernsehen geschafft und was die Dire Straits mit alledem zu tun haben, der wechselt jetzt zu unseren Freunden von laut.de. Oder kommt mit ins Knust am 7. Januar und befragt die Band am Tresen selbst. (kel)

