Möglich, dass ihr dieses Thema hier nicht notwendigerweise erwartet habt. Lasst uns doch trotzdem mal über Chris de Burgh sprechen. Nur zur Hölle: Warum? Weil es ein Leben gab, lange Zeit vor der Schlampe in Rot. Ein sehr schönes sogar. Das endete allerdings spätestens mit “The Getaway” 1982, das gerade noch ausreichend Momente (“All the love I have Inside Me”) und das grandiose Revolutions-Triptychon-Finale bereithielt. Nur ein Jahr zuvor war allerdings mit “Best Moves” eine Sammlung erscheinen, die ein ganz anderes Kapitel finalisierte: Den stillen, engagierten, aber auch immens sehnsüchtigen und fragilen Liedermacher und Arrangeur Chris de Burgh.
“Satin Green Shutters” zerbricht fast in sich selbst, “In a Country Churchyard” nimmt die frühen, häufigen religiösen Themen auf die Kirchturmspitze. Ähnlich theatralisch wie “Spanish Train” mitunter aber in einem Erzählmodus, der packend vom Vinyl tropfte. Und dann war ja auch noch die Sache mit der ganz frühen “Lady in Red”: “Patricia the Stripper”. Groß. 9. Mai im Mehr! Theater. (kel)
