Von Destroyer ist möglicherweise dann die Rede, wenn du erschrocken feststellst dass du den Pavement-Song da eben noch gar nicht kennst. Oder sich Neil Tennant und Chris Lowe scheinbar ungelenk elegant zum Saxophon bewegen und den “Softporno” (Hamburger Abendblatt) so richtig in einen “Kaputt”-Modus gießen. Oder wenn du zum Konzert deine kuschelige Komfortzone daheim verlassen hast und feststellst, dass die schräge Persönlichkeit Daniel Bejar sich schon öfter neu erfunden hat als meinetwegen Radiohead. Nur spannender.
Aber lassen wir das, denn genau dieser Irrsinn Namedropping konkurriert höchstens noch mit der Intensität, in welcher Bejar seine Musiker seit zwei Jahrzehnten gefühlt schneller rotieren lässt als du Pep Guardiola buchstabieren kannst. Auf der laufenden Tour sind Destroyer übrigens in achtköpfiger Besetzung unterwegs und spielen irgendwas mit ausladendem Indiebock, Folkcock & Melodien für Millionen. Heute (29. Juni) im Knust. Vorher unbedingt noch das aktuelle Album “Poison Season” hören und nicht vergessen die Kopfhörer auszustöpseln beim Gang aus der Haustür. (kel)
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